Webtexte fürs Online-Publikum verfassen

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Webtexte. Weil ihre Rezipienten querlesen, einzelne Abschnitte zur Lektüre auswählen, aber einem Text nur selten vom ersten bis zum letzten Buchstaben folgen, sollten Onlinetexte diese Anforderungen erfüllen:

Das Thema, die Hauptaussage, die weiteren Aussagen, die Formulierungen sollen einzigartig sein. «Unique content» gewinnt mehr Aufmerksamkeit als ein Inhalt, der aus mehreren Quellen zusammenkopiert wurde.

Die Kernbotschaft leitet den Text ein. Der Haupttitel, das Lead und der erste Abschnitt des Fliesstextes beantworten die W-Fragen «wer?», «was?», «wie?», «warum?», «wo?», «wann?», «wozu?» und so weiter. Begründungen, Präzisierungen, Erläuterungen, Vertiefungen und dergleichen folgen in den anschliessenden Abschnitten.

Das Lead bringt das Wichtigste in zwei bis drei Sätzen auf den Punkt und weckt beim Leser das Interesse, mehr über das Thema zu erfahren, sprich: weiterzulesen. Pro Abschnitt fasst der Autor einen Gedanken, eine Idee, eine Aussage in Worte. Dazu sollten ihm drei bis fünf Sätze oder fünf bis sieben Zeilen pro Absatz genügen.

Jede Website, jeder Text und jeder Abschnitt soll eine Informationseinheit bilden, die auch für sich selbst stehen könnte. Wer sie liest, sollte die Aussage verstehen, ohne zuvor andere Teile der Website oder des Textes gelesen zu haben. Denn die User navigieren von selektiv durch die Website, steuern von einem Punkt zum anderen. Kaum einer wühlt sich durch alle Seiten einer Webpage.

Mit Listen, Aufzählungen mit Spiegelstrichen und Tabellen werden Informationen in eine Form gebracht, die der Leser überblicken und portionsweise erfassen kann. Zwischenüberschriften, Links, Hervorhebungen, Bilder und Bildunterschriften sowie Zitate helfen dem Leser, die für ihn relevante Information beim Überfliegen des Textes zu finden. Doch sollten diese Elemente so sparsam eingesetzt werden, dass sie den Lesefluss lenken und nicht etwa brechen.

Wie jeder Text sollte auch ein Webtext für das Zielpublikum verständlich sein. Den Leser ansprechende, kurze, konkrete, treffende, logische, anregende, affirmative, verbische Wörter, Sätze, Texte erhöhen oder maximieren die Leseeffizienz: Der Leser kommt mit möglichst wenig Aufwand, Verwirrung, Rätselraten und dergleichen zu der von ihm gesuchten Information. Die Formulierungen sind frei von Füllwörtern, Worthülsen, abstrakten Wendungen, Adjektiven ohne Informationswert.

Hajnal / Item schlüsseln in «Schreiben und Redigieren. Auf den Punkt gebracht!» auf, welchen Kriterien ein Text genügt, der als «verständlich» gilt. Das Fachbuch erschien im Jahr 2009 im Huber-Verlag. Empfehlungen zum Verfassen von gewinnenden, informativen Texten hat auch Aurel Gergey ins Internet gestellt > www.gergey.com. Und das Whitepaper der Blogwerk AG mit dem Titel «Schreiben im Web» vermittelt Ratschläge zur Textgestaltung, Suchmaschinenoptimierung und Barrierefreiheit im Web > http://www.blogwerk.com/downloads/whitepaper. Stand vom 6. Oktober 2015.

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