Seriennummern

Vor Kurzem brachte die Schweizerische Nationalbank die neue Fünfzigernote in den Umlauf. Die Zentralbank begleitete Einführung der ersten Note der neunten Serie mit einiger Öffentlichkeitsarbeit. TV-Spots, Plakate und sogar eine Smartphone-App sollte den Leuten das neue Geldstück erklären, besonders was die Sicherheitsmerkmal angeht. Unsereins wurde angehalten, die 50er-Scheine auf ihre Echtheit zu prüfen. Als redlicher Staatsbürger habe das dann auch gemacht. Bei der Seriennummer kam mein Prüfprozess allerdings ins Stocken: Wie um alles in der Welt kommt diese Nummer zustande? Die Website der SNB hielt keine Antwort für mich bereit. In einschlägigen Internetforen wusste auch niemand, warum eine solche Seriennummer daherkommt, wie sie daherkommt. Also blieb mir nur eines übrigen: Ein Anfrage in Form einer E-Mail an die SNB schicken. Die Antwort kam postwendend. Die ersten zwei Zeichen, so unterrichtete mich die SNB-Mitarbeiterin, gäben den Produktionsjahrgang an. Eine Sechszehn bedeutet also, dass die Note im Jahr 2016 gedruckt wurde. Über die Zusammenstellung der anderen Zeichen, eines Buchstabens und sieben Ziffern, erhielt ich keine Auskunft. Die SNB kommentiere diese insgesamt acht Stellen nicht. Aufgrund von zwei 50er-Noten, die ich nacheinander aus dem Bankomat gezogen habe, kann ich aber eine Vermutung formulieren. Die beiden Noten weisen die Nummer 15P0077511 und 15P0077512 auf. Es liegt also nahe, dass die sieben Ziffern eine Zahl ergeben, die von Note zu Note um eins zunimmt. Hätte ich also noch eine dritte Note aus dem Automaten gelassen, so hätte ich wohl die Seriennummer 15P0077513 zu Gesicht bekommen. Dazu muss ich allerdings sagen, dass man niemals von Einzelfällen auf eine Gesamtheit von Fällen schliessen soll. Oder anders gesagt, ich kann mich auch einfach irren. Ausserdem finde ich das P in der Seriennummer ausgesprochen komisch. P wie … Perle, Post, Pentagon (oje!) … ? Und weshalb stehen auf anderen neuen 50er-Noten andere Buchstaben wie A oder K
oder M?Die Antwort wird mir und Ihnen wohl für immer verborgen bleiben. Das darf auch ganz gut so sein. Aus Sicherheitsgründen, meine ich. Wie auch immer, zumindest können wir festhalten, dass wir nun wenigsten wissen, was wir nicht wissen können.

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