Web texts: Keep them relevant, not short!

These days a collegue told me that our social media texts were too long and that he knew that nobody actually reads such a bunch of written language. So texts have to be short and shortness is the number one touchstone of good web texts. Really?

It is true that reading a text on a smartphone screen is no fun. And even reading on a desktop computer might be challenging, because the temptation to click on a link next to or in the text or to start a video embedded into the website is huge. In general: Reading online comes with a much higher chance of distraction than reading a book or newspaper.

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However, let’s have a look at an example of a Facebook post from Jürgen Todenhöfer, a German publicist, written on 25th May 2018:

Liebe Freunde, im Sommer letzten Jahres war ich 9 Tage in Nordkorea. Mein persönlicher Eindruck: Das Land hat sich Atomwaffen zugelegt, weil es seit 60 Jahren panische Angst hat, von den USA angegriffen zu werden. Diese Angst wird von Jahr zu Jahr größer. Nicht ganz zu Unrecht. Kein Staatschef der Welt will das Schicksal Saddam Husseins, Muammar Gaddafis und anderer US-kritischer Staatschefs erleiden. Obwohl ich das Regime in Pjöngjang ablehne, kann ich seine Angst nachvollziehen. Alle Machthaber der Welt, die die Unterwerfungspolitik der USA unterschätzten, mussten einen hohen Preis zahlen.
Der Tiger Nordkorea faucht die USA nicht aus Angriffslust an, sondern aus Angst. So wie ein Igel mit seinen aufgestellten Stacheln nicht angreifen, sondern sich verteidigen will. Nordkorea plant nicht, seine Atomwaffen präventiv gegen andere einzusetzen. Es weiß, dass es anschließend sofort vernichtet würde. Es will vielmehr jedem Angreifer klarmachen, dass er einen Überfall mit Millionen Toten bezahlen müsste. Nordkorea will Krieg verhindern. Weil es ihn verlieren würde.
Wenige Stunden, bevor Trump das Treffen mit Kim Jong Un absagte, hatte Nordkorea als „vertrauensbildende Maßnahme“ sein Atomwaffen-Testgelände in … im Beisein der internationalen Presse zerstört. Wird Nordkorea, das als Zeichen der Verhandlungsbereitschaft auch seine Raketentests gestoppt hatte, noch einmal Friedenssignale senden? Jetzt wo es weiß, dass es dafür wieder politische und militärische Ohrfeigen geben könnte? Und weitere Drohungen?
Trump liebt Schlagzeilen. Über sich natürlich. Ein Tag ohne Trump-Schlagzeile ist für ihn ein verlorener Tag. Krieg liefert die größten Schlagzeilen. Trump wird die Kriegsshow immer wieder suchen. Wirtschaftlich, militärisch. Gegen möglichst viele. Handelskriege, blutige Kriege. Und wenn die Welt zusammen fällt. Trumps weltpolitisches „Herum-Getrumpel“ ist zur Zeit die größte Gefahr für den Frieden. Trump scheint das Spaß zu machen. Ich finde es unverantwortlich. Und jeden Tag gefährlicher. Euer JT

 

The text constists of 285 words and 2,025 characters – definitely no short copy! By the 13th June 2018 8,942 people reacted on Mr. Todenhöfers post. 2,174 people shared it and some hundred comments were added. Why is there so much traffic around this post, which is everything else than short? Let me explore that:
Jürgen Todenhöfer has more than 730,000 followers on Facebook and he is known for his expertise in world politics. He reports the observations he made last summer on his stay in North Korea and then writes about recent developments in the relations between North Korea and the US, about nuclear weapons, war and peace, and he comments President Trumps behavior. Furthermore, the text is written in an easy to understand language with almost no redundancy.
These are issues a lot of people estimate and are interested. In addition to that, they seem to value what Jürgen Todenhöfer shares with them on the topic and see him as an expert. As a consequence they read and interact with the text. It is relevant to them. Relevant, because they feel personally attached to the topic and to the author.
It turns out that shortness is just one and certainly not the most important property of a good web text. More important than shortness is relevance of the content, the author’s reputation and expertise in the eye of the beholder as well as the relation of relevant information to the amount of text.

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