Warum heisst der Kaiserschnitt Kaiserschnitt?

Der Legende nach geht die Bezeichnung «Kaiserschnitt» auf den römischen Kaiser Julius Cäsar zurück. Dieser sei auf diese Weise zur Welt gekommen. Diese Legende wird aber kaum der Wahrheit entsprechen. Denn zur Zeit Cäsars war ein Eingriff wie der Kaiserschnitt für die Mutter tödlich. Die Mutter Julius Cäsars lebte jedoch nach der Geburt noch rund 50 Jahre weiter, wie wir aus der Geschichtsschreibung wissen. Deshalb wird sich der Name «Kaiserschnitt» aus mit hoher Wahrscheinlichkeit von anderswo herrühren, nämlich vom lateinischen Wort «caedere», das «schneiden» bedeutet. Mittels Kaiserschnitt geborene Kinder hiessen daher «caesones» – «Schnittlinge». Der medizinische Fachausdruck für diese Operation heisst heute noch «sectio caesaria», also «kaiserlicher Schnitt» oder eben «Kaiserschnitt».

Quelle: Coopzeitung, Nr. 11/2018.

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Faktist

Ein Meteroit von der Grösse eines Personenwagens könnte einen 8 Kilometer hohen Tsunami auslösen, wenn er in einen irdischen Ozean einschlägt. Käme es zu einem solchen Ereignis, zeitigte dieses verherende Folgen für die Menschheit. Dies mitunter deshalb, weil ein Drittel der Weltbevölkerung höchstens 100 Kilometer von einer Küste entfernt lebt.

Quelle: WELT/N24Doku, Dokumentation «Geheimnisse der Tiefe: Riesenwellen» vom 23. Februar 2018

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Faktist. Schwammintelligenz

Schwämme – ich spreche von Haushaltsschwämmen – sollte man unter keinen Umständen reinigen, sondern alle zehn Tage ersetzen. Denn nach jeder Reinigung werden die Keime, die sich im Schwamm tummeln, insgesamt stärker. Und das geht so, wie es das folgende Beispiel illustriert: Nach gründlichem Waschen mit Heisswasser und Reinigungsmitteln sterben, sagen wir, 90 Prozent der Bakterien ab. Überleben werden nur die 10 Prozent, die am stärksten sind. Diese Keime vermehren sich. Schliesslich wohnt eine Population widerstandsfähiger Bakterien im Schwamm, die stärker sind als 90 Prozent der ursprünglich vorhandenen Keime. Dieser Mechanismus kann so weit getrieben werden, dass mit herkömmlichen Reinigungsmitteln kein Effekt mehr erzielt werden kann. Benutzt man den Schwamm dennoch weiter, setzt man sich einem hohen gesundheitlichen Risiko aus.

Epilog

Ich möchte keineswegs den Teufel an die Wand malen. Interessant finde ich den Mechanismus, der hinter dem Schwammputzen zu erkennen ist. Er schlägt die allzu menschliche Vermutung, dass Reinigen immer zu einer Verbesserung führt. Hier ist gerade das Gegenteil der Fall. Je mehr man reinigt, desto schmutziger wird das geputzte Objekt, also der Schwamm.

Faktist. Das langweiligste Wort

Jedes Jahr fragt das New Marist Institute of Public Opinion die Leute nach dem langweiligsten englischen Wort. So auch Ende 2017. Von den rund 1000 Befragte nannten 33 Prozent das Wort ‚whatever‘. Dieses ist somit zum neuten Mal infolge das langweiligste englische Wort. Es bedeutet soviel wie ‚warum / was / wie auch immer‘. Ebenso wie im Deutschen wird die Phrase verwendet, um ein peinliches oder unangenehmes Gespräch zu beenden oder in eine andere Richtung zu lenken. Der Sprecher will also ‚Lass uns über etwas Anderes reden‘ ausdrücken, wenn er ‚whatever‘ verwendet. Allerdings, so die Experten, würde das Wort einen Gesprächsfaden kappen, ohne einen Hinweis auf ein alternatives Thema zu geben. Die so entstehende Lücke empfänden die Gesprächspartner als ermüdend, ernüchternd, also eben langweilend.

Quelle: http://www.curiosity.com

Faktist. Günstig fliegen.

Laut einer Studie bezahlen jene Passagiere am wenigsten für einen Flug, die genau 171 Tage vor dem Reisedatum buchen. Dieses Vorgehen ist sogar zuverlässiger, als eine unbeliebte Abflugzeit wie Sonntagmorgen um 6 Uhr zu wählen. Wie aber berechnet man den 171. Tag vor dem Tag X? Öffnen Sie Excel. Geben Sie im Feld A1 Ihr bevozugtes Flugdatum ein, z. B. den 1.8.2018. Nun erfassen Sie im Feld A2 diese Formel: =A1-171. Excel spielt den 11.2.2018 als Ergebnis aus – Ihr optimales Datum, um den Flug zu buchen.

Faktist. Das Capgras-Syndrom

Menschen, die glauben, ihnen nahe stehende Personen seien durch Doppelgänger ersetzt worden, leiden unter dem Capgras-Syndrom. Zum ersten Mal beschrieb der französische Psychiater Jean Marie Joseph Capgras die Krankheit unter dem Begriff “Doppelgänger-Illusion“. Im Jahr 1991 wurde das Syndrom bei einer gewissen Madame D. diagnostiziert. Sie behauptete, der Mann an ihrer Seite sei nicht ihr Gatte, sondern einer seiner Doppelgänger. Die Ärzte wiesen Madame D. in eine psychiatrische Klinik ein, wogegen sie sich vergeblich zur Wehr setzte. Ihr Widerstand gegen die Mediziner und sogar auch die Polizei zeigt jedoch, wie stark Madame D. vom Capgras-Syndrom eingenommen war.

Quelle: http://www.daserste.de / http://www.wikipedia.de

Faktist

Westward Ho! und Saint-Louis-du-Ha! Ha! sind die weltweit einzigen Städte mit Ausrufezeichen im Namen. Westward Ho! liegt im Südwesten Englands. Saint-Louis-du-Ha! Ha! ist eine Gemeinde in der kanadischen Provinz Quebec. Die Bezeichnung des britischen Badeorts geht auf einen Roman von Charles Kingsley aus dem Jahr 1855 zurück. Der Name der kanadischen Ortschaft soll den Ausdruck “Ha! Ha!“ aufgegriffen haben, der in der Sprache der lokalen Urbevölkerung für etwas Überraschendes steht.

Quelle: http://www.travelbook.de

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