Faktist. Schwammintelligenz

Schwämme – ich spreche von Haushaltsschwämmen – sollte man unter keinen Umständen reinigen, sondern alle zehn Tage ersetzen. Denn nach jeder Reinigung werden die Keime, die sich im Schwamm tummeln, insgesamt stärker. Und das geht so, wie es das folgende Beispiel illustriert: Nach gründlichem Waschen mit Heisswasser und Reinigungsmitteln sterben, sagen wir, 90 Prozent der Bakterien ab. Überleben werden nur die 10 Prozent, die am stärksten sind. Diese Keime vermehren sich. Schliesslich wohnt eine Population widerstandsfähiger Bakterien im Schwamm, die stärker sind als 90 Prozent der ursprünglich vorhandenen Keime. Dieser Mechanismus kann so weit getrieben werden, dass mit herkömmlichen Reinigungsmitteln kein Effekt mehr erzielt werden kann. Benutzt man den Schwamm dennoch weiter, setzt man sich einem hohen gesundheitlichen Risiko aus.

Epilog

Ich möchte keineswegs den Teufel an die Wand malen. Interessant finde ich den Mechanismus, der hinter dem Schwammputzen zu erkennen ist. Er schlägt die allzu menschliche Vermutung, dass Reinigen immer zu einer Verbesserung führt. Hier ist gerade das Gegenteil der Fall. Je mehr man reinigt, desto schmutziger wird das geputzte Objekt, also der Schwamm.

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Faktist. Das langweiligste Wort

Jedes Jahr fragt das New Marist Institute of Public Opinion die Leute nach dem langweiligsten englischen Wort. So auch Ende 2017. Von den rund 1000 Befragte nannten 33 Prozent das Wort ‚whatever‘. Dieses ist somit zum neuten Mal infolge das langweiligste englische Wort. Es bedeutet soviel wie ‚warum / was / wie auch immer‘. Ebenso wie im Deutschen wird die Phrase verwendet, um ein peinliches oder unangenehmes Gespräch zu beenden oder in eine andere Richtung zu lenken. Der Sprecher will also ‚Lass uns über etwas Anderes reden‘ ausdrücken, wenn er ‚whatever‘ verwendet. Allerdings, so die Experten, würde das Wort einen Gesprächsfaden kappen, ohne einen Hinweis auf ein alternatives Thema zu geben. Die so entstehende Lücke empfänden die Gesprächspartner als ermüdend, ernüchternd, also eben langweilend.

Quelle: http://www.curiosity.com

Faktist. Günstig fliegen.

Laut einer Studie bezahlen jene Passagiere am wenigsten für einen Flug, die genau 171 Tage vor dem Reisedatum buchen. Dieses Vorgehen ist sogar zuverlässiger, als eine unbeliebte Abflugzeit wie Sonntagmorgen um 6 Uhr zu wählen. Wie aber berechnet man den 171. Tag vor dem Tag X? Öffnen Sie Excel. Geben Sie im Feld A1 Ihr bevozugtes Flugdatum ein, z. B. den 1.8.2018. Nun erfassen Sie im Feld A2 diese Formel: =A1-171. Excel spielt den 11.2.2018 als Ergebnis aus – Ihr optimales Datum, um den Flug zu buchen.

Faktist. Das Capgras-Syndrom

Menschen, die glauben, ihnen nahe stehende Personen seien durch Doppelgänger ersetzt worden, leiden unter dem Capgras-Syndrom. Zum ersten Mal beschrieb der französische Psychiater Jean Marie Joseph Capgras die Krankheit unter dem Begriff “Doppelgänger-Illusion“. Im Jahr 1991 wurde das Syndrom bei einer gewissen Madame D. diagnostiziert. Sie behauptete, der Mann an ihrer Seite sei nicht ihr Gatte, sondern einer seiner Doppelgänger. Die Ärzte wiesen Madame D. in eine psychiatrische Klinik ein, wogegen sie sich vergeblich zur Wehr setzte. Ihr Widerstand gegen die Mediziner und sogar auch die Polizei zeigt jedoch, wie stark Madame D. vom Capgras-Syndrom eingenommen war.

Quelle: http://www.daserste.de / http://www.wikipedia.de

Faktist

Westward Ho! und Saint-Louis-du-Ha! Ha! sind die weltweit einzigen Städte mit Ausrufezeichen im Namen. Westward Ho! liegt im Südwesten Englands. Saint-Louis-du-Ha! Ha! ist eine Gemeinde in der kanadischen Provinz Quebec. Die Bezeichnung des britischen Badeorts geht auf einen Roman von Charles Kingsley aus dem Jahr 1855 zurück. Der Name der kanadischen Ortschaft soll den Ausdruck “Ha! Ha!“ aufgegriffen haben, der in der Sprache der lokalen Urbevölkerung für etwas Überraschendes steht.

Quelle: http://www.travelbook.de

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Marie Curie hat als einzige Frau zwei Nobelpreise gewonnen. Im Jahr 1903 erhielt sie den Nobelpreis für Physik, im Jahr 1911 jenen für Chemie. Die gebürtige Polin lebte in Paris und erforschte Uranverbindungen, wobei sie die chemischen Elemente Polonium und Radium entdeckte und den Begriff „radioaktiv“ prägte.

Marie Curie was the only women that was awarded two Nobel Prizes. In 1903 she got the Prize in physics, in 1911 she was successful in chemistry. Marie Curie was born in Poland, but lived with her husband in Paris. She investigated uranium compounds, coined the adjective „radioactive“ and discovered the chemical element polonium and radium.

 

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Faktist

Viele kennen ihn als Mitgründer von PayPal oder als Chef von SpaceX und Tesla. Die Rede ist von Elon Musk, dem Unternehmer aus den USA. Im Laufe seines Berufslebens führte Musk wohl eine Menge Einstellungsgespräche und manch ein Bewerber wird sich noch die eine und immer wieder gestellte Frage erinnern:

Du stehst an einem Ort auf der Erde. Nun läufst du einen Kilometer nach Süden, dann einen Kilometer nach Westen und schliesslich einen Kilometer nach Norden. Jetzt befindest du dich wieder am Ausgangspunkt. Wo bist du?

Dieses Rätsel werden einige von euch Lesern schon gehört oder sogar gelöst haben. Fakt ist jedenfalls, dass Musk seinen Kandidaten zwei korrekte Antworten abverlangte. Doch die Wenigsten unter uns werden beide Lösungen rausfinden.

Die eine, offensichtlichere Antwort lautet: “Ich befinde mich am Nordpol.“ Etwas mehr Hirnschmalz braucht es für die zweite Lösung: “Ich befinde mich zwei Kilometer ausserhalb des Südpols.“ Überprüfen wir das. Du startest zwei Kilometer vom Südpol entfernt und läufst einen Kilometer nach Süden, dann einen Kilometer nach Westen. Der Weg nach Westen führt entlang eines gedachten Kreises – eines Breitengrades – einen Kilometer über dem Südpol. Zum Schluss gehst du noch einen Kilometer nach Norden und landest genau wieder am Startort.

Warum aber funktioniert dieses Experiment nur in Polnähe? Weil die Erde ein Ellipsoid und keine Kugel ist. Das wäre übrigens eine Frage, mi der du im Einstellungsgespräch Musks Grips testen könntest.